Hamburg
Vor den Containern
Norderelbe
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Der Hafen an der Norderelbe ist laut und immer in Bewegung. Riesige Container werden ständig von den Kränen hin- und hergeschoben, und überall stinkt’s nach Diesel und Meer. Zwischen den riesigen Stahlriesen und den Schiffen fühlt sich der Ort irgendwie chaotisch und trotzdem ordentlich an. Der ganze Hafen arbeitet einfach nonstop.
Heute war ich wieder am Hafen, direkt bei den Containern. Es ist immer wieder beeindruckend, wie dieser Ort nie zur Ruhe kommt. Es gibt so viel Bewegung und doch auch diese seltsame Ruhe, wenn man da steht und einfach nur zuschaut.
Ich hab wieder ein Bild gemacht, wie immer mit vielen Schichten. So wie der Hafen: jede Schicht fügt sich langsam zusammen, bis es etwas Ganzes wird. Ich hab die Farben dick aufgetragen, um die raue, industrielle Atmosphäre einzufangen. Irgendwie fühlt sich das an, als würde das Bild fast genauso viel arbeiten wie die Kräne hier.
Haltung.
Fur Menschen, die Farbe bekennen. Egal, wer sie sind.
Rosa ist laut, modern, kompromisslos
Manchmal braucht es einfach mehrere Schichten, um etwas wirklich zu verstehen. Genau wie der Hafen, der ständig umgebaut wird. Es ist nie fertig, immer in Bewegung. Und so ist es auch mit meinen Bildern. Sie entwickeln sich weiter, Schicht für Schicht, bis es passt.




Veddel
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Die Veddel ist eine Insel im Hamburger Hafen, die stark industriell geprägt ist, aber auch Wohnbereiche hat. Überall gibt es Gleise, Lagerhallen und Kaianlagen, gleichzeitig spürt man die Nähe zum Wasser und den großen Schiffen. Es ist ein rauer, urbaner Ort, der durch die Mischung aus Leben und Arbeit einen besonderen Charme hat.
Rosa war früher für mich das Symbol für alles, was ich nicht sein wollte.
Madchenhaft. Plastik. Irgendwie peinlich.
Ich hab Rosa lange mit Scham verbunden.
Doch heute? Heute steht Rosa fur Mut.
Fur das Sich-Zeigen. Fur Haltung.
Fur Menschen, die Farbe bekennen. Egal, wer sie sind.
Rosa ist laut, modern, kompromisslos
Rosa zeigt, dass Bedeutung sich ändern kann. Was früher als schwach oder peinlich galt, kann heute Stärke und Haltung ausdrücken. Farbe ist Haltung, Mut und Identität – wer sich traut, sie zu zeigen, macht die Welt bunter und offener.




Evergreen
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Eversween ist ein kleiner, aber aktiver Hafenbereich mit Umschlagflächen und einigen Kaianlagen. Hier geht es weniger um die riesigen Containerterminals, sondern eher um das alltägliche Hafengeschehen: kleinere Schiffe, Binnenschiffe und Handbetrieb. Der Ort wirkt ruhig, aber immer noch voller Bewegung und Arbeitsamkeit.
Diese grüne Containerwand hat mich so inspiriert. Da musste ich spontanerweise anhalten. Der Verkehr war anstrengender als gedacht, sodass ich nur an Sonntagen weitergemalt habe.
Lila und Grün.
Für mich die perfekte Kombination.
Manchmal ist es nicht die Größe, die zählt, sondern die Beständigkeit. Wer kontinuierlich kleine Schritte geht, schafft langfristig große Veränderungen.



Peuter Elbdeich
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Heute stehe ich wieder in der Peutestraße vor den Containern. Der Ort ist rau, laut und eigentlich nicht besonders hübsch, aber genau das macht ihn für mich spannend. Zwischen Metall, Motorengeräuschen und diesem typischen Industriegeruch entsteht ein ganz eigener Moment. Ich öffne mein rollendes Atelier, schaue mich um und fühle sofort, dass hier heute ein neues Bild beginnt.
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Diese grüne Containerwand hat mich so inspiriert. Da Während ich male, entsteht alles in kleinen Schichten. Erst die Farbe, dann der Wind, der Staub aufs Bild weht. Mit jeder Schicht sammelt sich ein Stück dieses Ortes im Bild. Am Ende trägt das Werk den ganzen Tag in sich, so wie er hier an den Containern passiert ist.
Manchmal braucht es viele Schichten, bis etwas klar wird. Jede Lage, die man aufträgt oder abkratzt, zeigt ein Stück mehr von dem, was drunter steckt. Im Leben ist es genauso: Wir bestehen aus Erfahrungen, Fehlern, Neubeginn. Alles übereinander. Und oft erkennt man erst nach vielen Schichten, wer man wirklich ist oder was ein Bild wirklich sagen will.


Am Hafen
Elbdeich
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Ich hab an zwei Orten gemalt – Entenwerder und am Elbdeich – und beide hatten ihren ganz eigenen Vibe. Entenwerder mit seinem ruhigen Wasser und den vorbeiziehenden Schiffen, der Deich mit Wind, Weite und dieser typischen Elb-Atmosphäre. Und trotzdem gab es etwas, das beide Plätze verbunden hat: dieses krasse Ultramarinblau, das überall irgendwie präsenter war als alles andere.
Ich stand erst in Entenwerder, später am Deich, und jedes Mal blieb mein Blick am Himmel hängen. Dieses Ultramarinblau hat mich verfolgt, total positiv, wie ein kleines Zeichen. Egal ob Wind oder Wasser, ob ruhig oder weit. Die Farbe war immer da. Und ich hab gemerkt, dass ich genau das gerade brauche: etwas, das mich wieder sammelt und meinen Blick fokussiert.
Manchmal braucht man zwei völlig verschiedene Orte, um zu merken, dass einen eigentlich nur ein einziger Gedanke beschäftigt. Egal, wo man steht. Wenn eine Farbe im Kopf bleibt, zeigt sie einem, was gerade wichtig ist. Ultramarin kann so was wie ein innerer Kompass sein.



Altenwerder
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Altenwerder ist ein reines Logistikgebiet im Hamburger Hafen, hier laufen riesige Containerumschläge. Man sieht Kräne, Lagerhallen und endlose Reihen von Containern. Es ist ein Ort voller Struktur und Ordnung, gleichzeitig beeindruckend in seiner Größe und dem ständigen Betriebsrhythmus.
Ich stand auf der anderen Seite der Elbe und konnte den Containern und dem Hafenbetrieb zuschauen. Diese Leinwand habe ich etliche Male übermalt. Ich bin durch sämtliche Emotionen gegangen, bis sich Das Bild langsam formte und Ruhe in mir auslöste.
Manchmal zeigt uns das Leben, dass Geduld und Struktur genauso wichtig sind wie Bewegung. Alles, was geordnet und vorbereitet ist, schafft Raum für neue Chancen und Möglichkeiten.



Rethe
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Die Rethe ist eine Wasserstraße im Hamburger Hafen und verbindet den Reiherstieg mit dem Köhlbrand. Über die Rethe spannt sich die markante Rethe-Klappbrücke für Autos und Züge. Drumherum ist alles richtig industriell: Lagerhallen, Gleise und große Frachter so weit das Auge reicht. Der Ort wirkt rau, lebendig und richtig nach Hafen. Laut, mächtig und voller Action.
Rette ist über mehrere Tage am Hamburger Hafen entstanden. Die Kräne und das Wasser waren wie immer meine ständigen Begleiter, und das Licht wechselte ständig. Es waren sehr windige Tage, ich musste die Leinwand richtig fest am Rollanden befestigen, damit sie nicht davonfliegt. Ab und zu warf ein neugieriger Angler einen Blick auf mein Werk. Jeder Tag brachte neue Eindrücke, die direkt in das Bild eingeflossen sind. So hat sich das Werk Stück für Stück entwickelt, geprägt von Wind, Licht und der besonderen Stimmung des Hafens.
Manchmal muss man loslassen, um Platz für Neues zu schaffen. Altes festzuhalten hält uns nur zurück, während jeder Abschied eine Chance ist, etwas anderes zu entdecken. Veränderung fühlt sich oft schwer an, aber genau darin liegt Wachstum und Freiheit.



Ballinkai
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Ballinkai ist ein Teil des Hafens, an dem früher viele alte Lagerhäuser standen, heute sind immer noch Kais, Schuppen und Containerflächen aktiv. Der Ort hat eine Mischung aus Historie und moderner Hafenlogistik und wirkt etwas ruhiger als die großen Containerterminals.
An diesem Tag war der Himmel über Ballinkai so unglaublich blau, dass er alles andere in den Schatten stellte. Ich ließ die Kräne und Container bewusst beiseite und konzentrierte mich nur auf dieses Himmelblau. Es hat mich so inspiriert, dass ich plötzlich ganz anders auf das Motiv schauen konnte.
Manchmal liegt Inspiration nicht in dem, was wir erwarten, sondern in dem, was wir übersehen. Das Blaue überstrahlt alles, zeigt uns, dass Schönheit und neue Perspektiven oft im Hintergrund lauer. Man muss nur genau hinschauen.




Kattwyk
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Die Kattwyk‑Brücke liegt im Hamburger Hafen über der Süderelbe und verbindet wichtige Bahn- und Logistikstrecken. Sie ist richtig beeindruckend gebaut, ein riesiges Hubteil mit mehreren tausend Tonnen, das angehoben wird, wenn Schiffe durchfahren. Drumherum ist alles typisch Hafen: Gleise, Lagerflächen und große Frachter, die ständig in Bewegung sind. Der Ort wirkt roh, kraftvoll und voller industriellem Leben.
Kattwyk ist direkt am Hamburger Hafen entstanden. Ein richtig typischer Hamburg-Tag. Erst hat es geregnet, dann schien die Sonne, und plötzlich spannte sich ein Regenbogen über die Kattwyk-Brücke. Ich saß mit meinem Material am Wasser, die Kräne im Hintergrund, und habe einfach gemalt, was ich sah. Regen, Sonne, Hafenluft. Alles auf einmal. Typisch Hamburg, total echt, und genau diese Stimmung steckt im Bild.
Manchmal geht es im Leben nicht nur ums Loslassen, sondern auch darum, den Moment zu nutzen, während alles in Bewegung ist. Wer aufmerksam bleibt und Chancen erkennt, kann Neues schaffen, während sich die Welt um einen herum ständig verändert.



