Italien

Sizilien

Rocca Tenna

Rocca Tenna ist ein steiler Berg in Sizilien mit spektakulärer Aussicht über die Küste. Der Aufstieg war nicht einfach, und ich wusste nicht sicher, ob ich mit meiner Bereifung überhaupt hochkomme. Oben angekommen, bot sich ein atemberaubender Blick, und der Stellplatz war perfekt für den Sonnenaufgang und die Ruhe über der Landschaft. Morgens kamen die Fischer vorbei, boten Tintenfisch an.

Ich kämpfte mich den Berg hoch, jeder Meter fühlte sich ungewiss an. Oben angekommen, war alles vergessen: die Aussicht war überwältigend, die Sonne spiegelte sich im Meer. Morgens beobachtete ich die Fischer bei ihrer Arbeit und dachte daran, wie wertvoll es ist, stille Momente zu haben, in denen man die Welt aus der Distanz sehen kann  und gleichzeitig mittendrin ist.

Manchmal sind es die unsicheren Wege, die uns zu den besten Ausblicken führen. Wer sich traut, den steilen Pfad zu gehen, entdeckt Perspektiven, die anderen verborgen bleiben. Geduld, Beobachtung und ein bisschen Risiko bringen die schönsten Momente hervor.

Kalabrien

Badolato

Badolato ist ein kleines, ruhiges Dorf an der Küste von Kalabrien. Die alten, engen Gassen schlängeln sich durch das Dorf, das direkt auf einen steilen Hügel gebaut wurde. Von oben hat man einen tollen Blick aufs Meer und die umliegenden Berge. Es fühlt sich an wie ein Ort, der die Zeit angehalten hat. Die Häuser sind schon ziemlich alt, aber irgendwie passt alles zusammen. Die Atmosphäre ist entspannt, nicht touristisch überlaufen.

Ich war also in Badolato, einem kleinen Dorf an der kalabrischen Küste. Die Gassen sind so eng, dass man fast die Hände an den Wänden entlangstreichen kann, während man durch die alten Steinhäuser schlendert. Alles fühlt sich dort an, als wäre die Zeit ein bisschen langsamer. Der Ort ist nicht touristisch überlaufen, sondern lebt einfach sein eigenes, ruhiges Leben. Vom Hügel aus hat man einen unglaublichen Blick auf das Meer, das so weit und ruhig ist, dass es fast aussieht, als würde es nie enden. 3 Nächte war ich dort an der Küste und Stand mit meiner Feuerwehr auf einer Wiese hinter dem Meer. Ein friedlicher Ort.

Badolato hat mir irgendwie gezeigt, dass es manchmal nicht um Geschwindigkeit oder Wachstum geht. In dieser Ruhe, in der einfachen Schönheit des Ortes, liegt der wahre Reichtum. Wir hetzen ständig durch das Leben, aber vielleicht ist es genau dieser Moment der Stille und Einfachheit, der uns wirklich erfüllt. Man muss nicht immer weiter, höher, schneller. Manchmal reicht es, einfach zu sein und den Augenblick zu genießen.

Fantina Prima

Also, Fantina Prima ist echt ein abgelegener Ort, den man nicht unbedingt auf dem Schirm hat. Ganz ruhig da, keine Touristen, nur ein paar alte Häuser und das Meer, das einfach immer anders aussieht – mal ruhig, mal wild. Ich hab dort gemalt, einfach auf einer Bank gesessen, den Blick aufs Wasser gerichtet. Die Farben, die dabei rausgekommen sind, waren viel intensiver als sonst. So wie der Ort selbst. Das Bild spiegelt irgendwie diese Mischung aus Ruhe und wilder Energie wider, die man dort spürt. Der Wind, das Meer. Alles fühlt sich intensiver an.

In Fantina Prima bin ich tatsächlich eine der wenigen Male mit der Drohne geflogen – und was passiert? Natürlich ein kleines Missgeschick. Ich hatte den Ausweichmodus ausgestellt und na klar hat die Drohne die Feuerwehr erwischt. Die Feuerwehr! Naja, das war’s dann erstmal mit dem Drohnenfliegen. In der Gegend gab’s natürlich keinen Technikladen weit und breit, also musste ich den Rest der Zeit ohne fliegende Kamera auskommen.

 

Manchmal kommt es anders, als man denkt. Man kann noch so gut vorbereitet sein. Am Ende läuft es trotzdem auf unerwartete Ereignisse hinaus. Und auch wenn’s nervt, gehört es dazu, mal einen Rückschlag zu erleben. Im Endeffekt ist es nur eine Erinnerung daran, dass nicht immer alles nach Plan läuft.

Sardinien

Solonas

Solanas ist irgendwie genau das, was du dir unter einem versteckten Sardinien-Dorf vorstellst: klein, ruhig, aber wild in seiner eigenen Art. Die Strände sind traumhaft, aber das Wasser hier kann auch richtig rau sein. Du spürst die Kraft der Natur, sie ist irgendwie ungezähmt, aber auch beruhigend, wenn du dich darauf einlässt. Solanas hat diese Mischung aus Schönheit und Rohheit, die man nicht so schnell vergisst.

Die Leute hier sind entspannt, das Leben geht langsam. Und trotzdem.  Wie so oft im Leben- kann plötzlich etwas passieren, was dir die Füße unter dem Boden wegreißt. Wie mein Auto, das aufgebrochen wurde, während ich am Meer stand und versuchte, den Moment zu genießen.

Was ich daraus ziehe? Du kannst dich nicht immer auf die Kontrolle verlassen, aber du kannst immer entscheiden, wie du auf das reagierst, was passiert. Der Verlust war da, aber die wilde, ungebändigte Schönheit des Ortes hat mir gezeigt, dass es eben diese unvorhergesehenen Momente sind, die alles wertvoll machen. In Solanas habe ich gelernt: Nicht alles läuft perfekt, aber das macht die Momente umso intensiver.